Polygonalplatten verlegen und verfugen

Polygonalplatten verlegenMit etwas handwerklichem Geschick kann man selber Polygonalplatten verlegen. Bei Polygonalplatten handelt es sich meistens um Natursteinplatten mit unregelmäßig geformten Ecken und Kanten. Im Fachhandel werden Polygonalplatten aus Porphyr, Kalkstein, Quarzit, Granit, Schiefer und Sandstein angeboten. Falls man vor hat, die Platten im Freien zu verlegen, so ist es ratsam, sich zu erkundigen, ob diese Frostbeständig sind. Wenn die Polygonalplatten im Hof oder Eingangsbereich verlegt werden, sollte die Oberfläche unempfindlich gegenüber Streusalz sein.

Schwierigkeitsgrad: Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer



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Polygonalplatten kaufen

Bevor man mit dem Polygonalplatten verlegen beginnen kann, müssen noch geeignete Platten ausgewählt werden. Nicht alle im Fachhandel angebotenen Materialien sind in unseren Breitengraden für eine Verlegung im Freien geeignet. Einige Materialien sind nicht frostbeständig oder die Oberfläche wird durch Streusalz angegriffen. Für eine Verlegung im Freien haben sich Natursteinplatten aus Porphyr oder Granit sehr bewährt. Diese Materialien sind in der Regel frostbeständig und die Oberfläche wird nicht durch Streusalz angegriffen. Polygonalplatten aus Sandstein sind zwar frostsicher, allerdings wird die Oberfläche durch Streusalz angegriffen, so dass deren Einsatzbereich etwas eingeschränkt ist. Quarzitplatten beeindrucken durch ihre ausgefallene Farbgebung und sind in der Regel frostbeständig. Allerdings liegen die Preise für diese sehr schönen Natursteinplatten meistens deutlich über den Preisen von Porpyrplatten. Zum Polygonalplatten Verlegen benötigt man noch das folgende Material und Werkzeug:

Material - und Werkzeug - Liste anzeigen >>
Material - Liste Werkzeug - Liste
Polygonalplatten Gummihammer
Natursteinverlegemörtel Mauerkelle und Fugenkelle
Naturstein - Fugenmörtel Richtschnur
Haftschlämme Wasserwaage und Setzlatte
Holzlatten Mörtelkübel
Natursteinsilikon Rührgerät

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Anleitung: Polygonalplatten verlegen

Polygonalplatten verlegen im MörtelbettNachfolgend wird beschrieben, wie man Polygonalplatten im Mörtelbett auf einer Betonplatte verlegen kann. Es ist zwar im Prinzip eine Verlegung im Kiesbett möglich, allerdings sollten die Polygonalplatten dann eine Stärke von mindestens 6 cm besitzen. Es muss gewährleistet sein, dass die Betonplatte ein Gefälle von mindestens 2% vom Gebäude weg besitzt. Andernfalls muss ein Gefälleestrich aufgebracht werden. Vor dem Verlegen der Polygonalplatten wird die Oberfläche der Betonplatte mit einem Besen gründlich gereinigt. Hinweis: Vor dem Verlegen kann man die Polygonalplatten probeweise auslegen, nummerieren und anschließend Fotografieren. Somit ist es möglich ein perfektes Verlegebild zu erhalten, mit dem man die Natursteinplatten entsprechend der Foto – Vorlage verlegen kann. Die Polygonalplatten können mit nummerierten Klebestreifen gekennzeichnet werden.



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Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Damit die Polygonalplatten optimal haften, trägt man mit einem Malerquast eine spezielle Zementhaftschlämme auf die Betonplatte auf. Die Haftschlämme wird unmittelbar vor dem Verlegen der Platten abschnittsweise aufgetragen.
  2. Als Nächstes rührt man mit einem Rührgerät den Naturstein – Verlegemörtel an. Die Konsistenz des Mörtels muss relativ steif sein. Hinweis: Falls der Verlegemörtel zu dünn angerührt wird, kann es dazu kommen, dass die benachbarten Platten aufgeschwemmt werden.
  3. Nun kann man den Verlegemörtel auf die Betonplatte auftragen. Hinweis: Es sollte nur soviel Mörtel aufgebracht werden, wie man tatsächlich verarbeiten kann. D.h. der Mörtel darf nicht anziehen, bevor die Polygonalplatten verlegt sind. Das Mörtelbett sollte eine Stärke von ca. 4 cm besitzen. Damit das Mörtelbett gleichmäßig stark wird, kann man zwei 4 cm starke Holzlatten auf der Betonplatte parallel  auslegen und den Mörtel mit einer Setzlatte abziehen. Anschließend werden die Holzlatten entfernt.
  4. Jetzt werden die Polygonalplatten im noch feuchten Mörtelbett verlegt. Die Platten können mit einem Gummihammer im Mörtelbett fest geklopft werden. Durch das 4 cm starke Mörtelbett kann die unterschiedliche Plattenstärke ausgeglichen werden. Hinweis: Die Fugen dürfen noch nicht mit Mörtel gefüllt werden.
  5. Mit dem Polygonalplatten verlegen sollte man am Seitenrand beginnen. Dazu legt man die Platten mit einer geraden Kante an die Seiten. Hinweis: Das Verlegebild sieht am schönsten aus, wenn man abwechselnd große und kleine Polygonalplatten kombiniert. Die Fugen sollten möglichst gleich breit sein. Während dem Verlegen sollte man immer wieder das Gefälle mit einer Wasserwaage kontrollieren.
  6. Noch bevor der Verlegemörtel getrocknet ist, kratzt man mit einer Fugenkelle den überschüssigen Mörtel aus den Fugen.
  7. Nach dem Aushärten des Mörtels kann man die Polygonalplatten verfugen. Der Fugenmörtel sollte eine zähflüssige Konsistent aufweisen. Der Mörtel kann direkt in die Fugen gegossen werden. Man sollte beim Verfugen der Polygonalplatten exakt arbeiten, damit die Platten möglichst nicht verunreinigt werden. Verunreinigungen auf der Plattenoberfläche sollten noch vor dem Trocknen des Mörtels mit klarem Wasser beseitigt werden.
  8. Wandanschlüsse zwischen dem Gebäude und den Polygonalplatten werden mit elastischem Natursteinsilikon verfugt.


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DIY – Tipps zum Polygonalplatten verlegen

  • Beim Verlegen und beim Verfugen der Platten sollte man möglichst sauber arbeiten, da sich je nach Plattenart der durch den Mörtel entstehende Zementschleier häufig recht schwer entfernen lässt.
  • Bei der Kalkulation der Plattenenge sollte man ca. 10% Verschnitt einkalkulieren. An den Seitenrändern müssen die Platten häufig zugeschnitten werden. Die Polygonalplatten können mit einem elektrischen Fliesenschneider mit Diamantschneideblatt geschnitten werden.
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