Das Fertighaus – was geht in Eigenleistung

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Um sich den Traum vom eigenen Einfamilienhaus zu verwirklichen benötigt es nicht nur ausreichend Planung und Zeit, sondern auch genügend Geld. Beinahe jedes dritte Haus wird heutzutage in Fertigbauweise gebaut. Während bei einem Massivhaus nacheinander Stein auf Stein gelegt werden kann, kann das meist aus Holz gefertigte Fertighaus innerhalb nur fünf bis zehn Monate bewohnbar sein.

Die Qual der Wahl beim Fertighaus

Verschiedene Fertighaus – Firmen bieten die Möglichkeit aus bereits baubereiten Hausmodellen zu wählen oder auch eigene Entwürfe umzusetzen und sich somit das gewünschte Einfamilienhaus zu bauen.

In der Zeit, in der die Basis für das Haus fertiggestellt wird, kann damit begonnen werden, Einzelteile wie Wand- und Deckenelemente vorzubereiten, damit diese schnellstmöglich an die Baustelle geliefert werden können, sobald dort alles bereit ist. Da dieses nicht draußen vor Ort geschieht, ist die Produktion dieser Elemente auch bei schlechten Wetterverhältnissen kein Problem.
Zeitersparnis wird beim Fertighaus also quasi gleich mitgeliefert, aber wie kann auch in den Finanzen gespart werden?

Realistisch bleiben

Eine der beliebtesten Möglichkeiten um beim Hausbau Geld zu sparen ist, selbst mit anzupacken. Das ist grundsätzlich keine schlechte Idee und auch durchaus machbar, jedoch muss sich über die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten im klaren sein.

Ohne ausreichend Fachwissen sind einige der Arbeiten am Haus nämlich nicht machbar oder können schnell schief gehen, was wiederum nur unnötige Kosten verursachen würde. Auch bestimmte Werkzeuge und Maschinen sind ohne eine entsprechende Firma nur schwer zu bekommen und zu bedienen.

Möchte man das Einfamilienhaus dennoch teilweise in Eigenleistung erbauen, ist es ratsam sich an die Arbeiten zu halten, die ohne besondere Gerätschaften auskommen und deren Ausführung auch ohne große Praxiserfahrung möglich ist.
Dazu gehören insbesondere Tätigkeiten, die beispielsweise das Graben von Löchern beinhalten, um Rohre und Ähnliches darin zu verlegen oder Dachstuhl- und Dachdeckerarbeiten. Ebenso die Mithilfe beim Mauern der Innenwände, die keine tragende Funktion haben. Ist der Grundaufbau des Hauses erledigt, können selbstständig viele der Aufgaben des Innenausbaus übernommen werden.

Streicharbeiten sowie das an die Wand bringen von Tapeten oder dekorativen Fliesen und Natursteinen sowie das Verlegen von Bodenbelägen gehören wohl zu den einfachsten Tätigkeiten, die auch ohne Erfahrung gelingen sollten. Auch das Einhängen von Türen und Fenstern ist durchaus ohne die Hilfe einer speziellen Firma möglich.

Das Verlegen von Elektrokabeln kann in Zusammenarbeit mit einem Elektroniker geschehen. Viele Firmen bieten vergünstigte Preise wenn leichte Arbeiten, wie zum Beispiel Fräsen und Schneiden, in Eigenarbeit übernommen werden, da dies der Fachkraft Zeit und Kleinarbeit erspart.

Oft finden sich im Freundes- und Bekanntenkreis Personen, die zum Beispiel als Elektroinstallateur oder Dachdecker arbeiten und bereit sind mit ihrem Fachwissen und den professionellen Fähigkeiten zum Bau beizutragen. Ob diese dann bezahlt oder einfach zum Grillen eingeladen werden, kann individuell geregelt werden. Es muss sich jedoch darüber informiert werden, wer dann im Falle eines Baufehlers oder eines Unfalls letztendlich die Haftung übernimmt.

Ein Fertighaus in Eigenleistung zu bauen ist zu großen Teilen gut möglich, sofern ein gewisses Geschick und etwas handwerkliches Verständnis mit an die Baustelle gebracht wird. Die meisten Firmen bieten zu diesem Thema vor dem Bau eine ausführliche Beratung an und unterstützen den kostengünstigen Weg zum Einfamilienhaus.