Terrassenüberdachung selber bauen

Terrassenüberdachung selber bauenMit etwas handwerklichem Geschick kann man eine Terrassenüberdachung selber bauen. Eine überdachte Terrasse bietet bei schlechter Witterung Schutz vor Regen, Hagel und Wind. D.h. mit einer Terrassenüberdachung kann man die Terrasse vom Frühling bis zum Herbst nutzen. Beim Selbstbau einer Terrassenüberdachung hat man die Wahl zwischen einem Bausatz und einer kompletten Eigenkonstruktion. Im Folgenden wird eine Anleitung gegeben, wie man mit einer relativ einfachen Eigenkonstruktion eine Terrassenüberdachung selber bauen kann.

Schwierigkeitsgrad: Schwierigkeitsgrad: schwierig



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Vorbereitungen zum Bau einer Terrassenüberdachung

Wer eine Terrassenüberdachung selber bauen will, der sollte den Bau gründlich vorbereiten und planen. Als Erstes ist es ratsam, sich Gedanken über die Größe bzw. die Abmessungen der Überdachung zu machen. Als Baumaterial für eine Überdachung der Terrasse kommen Holz- oder Aluprofile in Frage. Für Heimwerker dürfte Holz als Baumaterial besser geeignet sein, als Aluprofile, da sich Holz wesentlich einfacher bearbeiten lässt. Als Dacheindeckung kann bei der nachfolgenden Konstruktion Glas, Textilgewebe oder auch ein natürlicher Pflanzenbewuchs verwendet werden.

Baugenehmigung für die Terrassenüberdachung

Nachdem die Größe und das Material für die Überdachung festgelegt wurden, sollte man sich informieren, ob für die Terrassenüberdachung eine Baugenehmigung erforderlich ist. Ob eine Baugenehmigung für die Überdachung erforderlich ist, hängt von der Größe und auch vom jeweiligen Bundesland ab, in dem das Terrassendach errichtet werden soll. In einigen Bundesländern wird keine Baugenehmigung benötigt, in anderen Bundeländern muss eine Baugenehmigung eingereicht werden, wenn man eine Terrassenüberdachung selber bauen will. Damit man sich später Ärger erspart, ist es daher  ratsam sich bei der zuständigen Baubehörde bezüglich einer eventuell erforderlichen Baugenehmigung zu erkundigen.



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Material und Werkzeug zusammenstellen

Damit beim Bau der Terrassenüberdachung keine unnötigen Verzögerungen auftreten, sollte man das benötigte Material und Werkzeug sorgfältig zusammen stellen. Zudem lassen sich  mit Hilfe der Material und Werkzeugaufstellung die Kosten für die Terrassenüberdachung einfacher kalkulieren. Die nachfolgende Liste zeigt die zum Selbstbau notwendigen Materialien und Werkzeuge. Hinweis: Da die Größe der Überdachung von der Terrassengröße abhängt können  in der Liste keine genauen Mengen- bzw. Maßangaben gemacht werden.

Material - und Werkzeug - Liste anzeigen >>
Material - Liste Werkzeug - Liste
8 Holzbalken 120x120 mm Säge und Gehrungssäge
8 Stützbalken 120x120x700 mm Akkuschrauber
16 Holzbalken 100x100 mm Bohrmaschine
4 Pfostenträger 120x120 mm Wasserwaage
Montagewinkel Stampfer
Diverse Schrauben Zollstock
Beton Mörtelkübel
Markisenstoff Rührgerät

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Anleitung: Eine Terrassenüberdachung selber bauen

Terrassenüberdachung selber bauen: Anleitung mit Bauplan

Nachdem der Eigenbau der Überdachung gründlich vorbereitet wurde, kann man mit dem eigentlichen Bau beginnen. Zuerst muss das Grundgerüst für die Terrassenüberdachung aufgestellt werden. Dieses besteht je nach Form der Terrasse aus einer quadratischen oder rechteckigen Holzrahmenkonstruktion. Die Konstruktion der Überdachung ist Freitragend. D.h. der Holzrahmen braucht nicht an einer Hauswand befestigt werden.

Als Erstes werden die Balkenträger für die senkrechten Stützpfosten in dem Erdboden einbetoniert. Dazu hebt man 4 Löcher mit einem Durchmesser von ca. 30 cm bis auf eine frostsichere Tiefe aus. Die Löcher werden anschließend mit einem Sand/Kiesgemisch bis zur Hälfte aufgefüllt. Diese Sand/Kiesgemisch wird dann mit einem Stampfer verdichtet.

Nun wird der Beton in einem Mörtelkübel mit einem Rührgerät angerührt. Anschließend gibt man den Beton in die Pfostenlöcher. In den noch frischen Beton steckt man die Pfostenträger und richtet diese mit einer Wasserwaage exakt aus. Die Pfostenträger sollten bis zum Trocknen des Betons mit Holzleisten fixiert werden.



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Nach dem Trocknen des Betons werden die senkrechten Holzbalken in den Pfostenträgern mit Schrauben befestigt. Anschließend kann man die Querbalken mit Montagewinkeln und Montagelaschen an den senkrechten Balken befestigen. Mit einer Wasserwaage sollte man bei dieser Arbeit immer wieder die korrekte Position der Balken kontrollieren.

Als Nächstes werden die 8 Querstreben, wie aus dem Bauplan ersichtlich im 45° Winkel mit langen Schrauben und Montagelaschen an den Tragbalken befestigt.

Jetzt werden die 100×100 mm Dachbalken an einem Ende der gewünschten Dachneigung entsprechend schräg im 45° Winkel mit einer Säge zugespitzt. Die 45° Zuspitzung ist erforderlich, damit man die Balken in der Dachmitte bündig mit einander verbinden kann. Am gegenüberliegenden Ende werden die Dachbalken eingekerbt, so dass diese auf den Tragbalken befestigt werden können. Anschließend werden die Dachsparren entsprechend dem Bauplan zugesägt und mit Montagewinkeln und Bändern befestigt.

Zum Schluß kann die Dacheindeckung mit einem Markisenstoff erfolgen. Auch ein Bewuchs mit Weinreben ist bei dieser Terrassenüberdachung denkbar.

Eine Anlehn – Terrassenüberdachung selber bauen

Anlehn Terrassenüberdachung selber bauen: Bauplan und AnleitungAm einfachsten ist der Eigenbau einer Anlehn – Terrassenüberdachung. Wie auf dem Bauplan erkennbar, wird der rückwärtige Teil der Holzkonstruktion an der Hauswand angelehnt und mit dieser mit Schrauben und Dübeln verschraubt.

Die senkrechten Stützpfosten werden bei dieser Konstruktion ebenfalls auf einbetonierten Pfostenträgern befestigt. Die Dachneigung wird dadurch erreicht, indem die rückwärtigen Tragbalken etwas höher gelagert werden als die vorderen Tragbalken. Die Tragende Konstruktion wird ebenfalls wieder mit 45° Querstreben versteift. Auf den waagrechten Dachbalken werden dann die Dachsparren befestigt.

Die Dacheindeckung kann bei dieser Terrassenüberdachung mit Markisenstoff oder auch  mit Glas bzw. Plexiglas erfolgen.

Terrassenüberdachung Kosten berechnen

Wer eine Terrassenüberdachung selber bauen will, der sollte auch die Kosten kalkulieren. Mit dem nachfolgenden Kostenrechner lassen sich zumindest die Kosten für das Bauholz ungefähr kalkulieren. Die Berechnung der Kosten erfolgt auf Durchschnittsbasis. Die tatsächlichen Kosten für das Holz können regional sehr verschieden sein und erheblich von den angegebenen Kosten abweichen. Die Preise für die Pfostenträger hängen von der gewünschten Ausführung ab.

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