Brennholz lagern, stapeln und trocknen

Brennholz lagern und stapelnWer mit Holz heizen will, der sollte sich mit dem Brennholz Lagern und Trocknen auseinandersetzen. Die richtige Lagerung und Trocknung des Brennholzes bestimmt entscheidend dessen Heizwert. Bei falscher Lagerung verliert das Kaminholz sehr stark an Heizwert und fängt im ungünstigsten Fall zu faulen und schimmeln an. Wichtig beim Kaminholz lagern und trocknen ist, dass man damit frühzeitig beginnt, so dass in der Heizperiode genügend Brennholz zur Verfügung steht. Das Kaminholz hat nur dann einen guten Heizwert, wenn die Restfeuchte unter 20%  liegt.

Schwierigkeitsgrad: Schwierigkeitsgrad: Sehr leicht




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Wichtige Punkte beim Brennholz Lagern:

Falsche Brennholz Lagerung

Richtig Brennholz lagern

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten zum Kaminholz Lagern. Gleich für welche Methode der Lagerung man sich entscheidet, die Prämissen sind immer die gleichen. Damit das Brennholz nicht an Heizwert verliert, sollten die folgenden Punkte beachtet werden:

  • Das Brennholz sollte so gelagert werden, dass eine ausreichende Sonneneinstrahlung gewährleistet ist, die das Holz trocknet.
  • Des weiteren ist eine gute Luftzirkulation notwendig, damit das Kaminholz schnell trocknet und nicht zu schimmeln beginnt.
  • Besonders wichtig ist bei einer Lagerung im Freien ein Schutz vor Witterungseinflüssen, der gewährleitstet, dass das Brennholz vor Regen und Schnee geschützt ist.
  • Vor der Lagerung sollte das Brennholz gespalten werden, damit dieses besser trocknen kann. Die Holzrinde behindert eine schnelle Holztrocknung. Insbesondere die Rinde von Laubhölzern wie z.B. Birke verlangsamt den Trocknungsprozess erheblich. Daher ist es ratsam, das Kaminholz mit der Rinde nach unten zu lagern, damit die Feuchtigkeit ungehindert entweichen kann.
  • In einem geschlossenen Raum wie einem Keller oder einem Schuppen sollte man besser kein Brennholz lagern. In geschlossenen Räumen ist keine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet. Die Feuchtigkeit verbleibt in dem Raum und kann zur Schimmelbildung führen.
  • Die Trocknung des Brennholzes wird durch den Feuchtigkeitsgehalt des Kaminholzes und durch die Holzart beeinflusst. Holz das im Frühjahr geschlagen wurde, hat einen wesentlich höheren Feuchtigkeitsgehalt, als Holz, welches im Winter geschlagen wurde.
  • Das Brennholz sollte nicht über 4 Jahre gelagert werden, da sich ansonsten die gasreichen Bestandteile im Kaminholz verflüchtigen und biologische Abbauprozesse dazu führen, dass sich der Heizwert reduziert.




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Verschiedene Methoden zum Brennholz lagern

Brennholz kann man im Freien auf unterschiedliche Weise lagern. Die Lagerung hängt von der örtlichen Gegebenheiten und der Länge der Holzscheite ab. Hinweis: Feuchtes Brennholz sollte in keinem Fall in geschlossenen Räumen wie z.B. dem Keller gelagert werden. Auch wenn der Keller absolut trocken ist, kann das Kaminholz auf Grund der fehlenden Luftzirkulation nicht richtig trocknen. Sonne und Wind sind wichtige Partner beim Brennholz trocknen, auf die man nicht verzichten sollte.

An einer Hauswand Brennholz lagern

Häufig sieht man an Hauswänden aufgestapeltes Kaminholz. Diese Art der Lagerung und Trocknung ist recht effektiv und zudem auch praktisch, da man das Holz griffbereit in der Nähe hat. Beim Stapeln des Brennholzes an der Hauswand sollte man Folgendes beachten:

  • Damit das Kaminholz keinen  direkten Kontakt mit den Erdboden hat, ist es ratsam, dieses auf Holzbalken zu lagern, die längs an der Hauswand ausgelegt werden. Die Holzbalken sollten so ausgelegt werden, dass die Holzlege etwas zur Hauswand geneigt ist, so dass diese nicht nach vorne umkippen kann.
  • Das Brennholz sollte in einem Abstand von ca. 10 cm von der Hauswand gestapelt werden, damit die Luft auch hinten zirkulieren kann.
  • Am Besten ist es, wenn das Kaminholz an der Südseite des Gebäudes gelagert wird, da dieses dort von der Sonne getrocknet wird.
  • Oben muss das Kaminholz vor Regen geschützt werden, falls der Dachüberstand des Gebäudes nicht ausreichend ist. Das Holz kann beispielsweise mit Kunstsoff-Wellplatten wirkungsvoll gegen die Witterung geschützt werden. Die Wellplatten sollte mit einer ausreichenden Schräge vom Gebäude weg, verlegt werden.
  • Ab einer gewissen Höhe muss der Holzstapel seitlich gegen Abrutschen gesichert werden. Dazu kann man ein Holzrahmengerüst bauen, in welchem das Kaminholz gestapelt werden kann.

In einer Holzmiete Brennholz lagern

Bei einer Holzmiete handelt es sich um einen kreisrunden, freistehenden Holzstapel, der oben durch ein Holzdach oder eine Plane vor Witterungseinflüssen geschützt ist. In Holzmieten werden hauptsächlich längere Brennholzscheite zur Vortrocknung gelagert. Zu direkten Holzentnahme zum Heizen eignet sich ein Kaminholzregal oder eine Stapelung an der Hauswand allerdings besser. Beim Brennholz Stapeln in einer Holzbiete geht man folgendermaßen vor:

  • Das Brennholz für die Holzmiete sollte auf Grund der Länge in jedem Fall gespalten werden. Ab einer Scheitlänge von 30 cm ist es ratsam, das Holz zu vierteln, damit dieses schneller trocknet.
  • Die Holzscheite werden mit der Rinde nach unten liegend, kreisförmig ausgelegt. Hinweis: Es ist ratsam, das Brennholz auf einem Podest aus Betonplatten oder Euro – Paletten zu stapeln, damit dieses keine Feuchtigkeit vom Erdboden ziehen kann.
  • Die kleineren, unregelmäßigen Holzstücke werden willkürlich in der Mitte der Holzmiete angeordnet. Anschließend werden die langen Holzscheite um den Holzhaufen in der Mitte herum kreisförmig gestapelt.
  • Die oberste Holzschicht wird wie Dachziegel angeordnet. D.h. es sollte ein Gefälle von der Mitte nach Außen hergestellt werden, so dass Regen und Schnee abtropfen können. Alternativ kann man beim Brennholz lagern in einer Holzmiete das Holz oben auch mit schmalen Holzbrettern abdecken, die wie Holzschindeln verlegt werden.




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Brennholz lagern mit einer Baustahlmatte

Wem das mühselige Brennholz stapeln zu aufwendig ist, der kann sich eine Brennholzlege mit einer Baustahlmatte selber bauen. Mit Hilfe einer Baustahlmatte kann man sehr schnell und einfach ein Brennholzlager herstellen. Dabei geht man wie folgt vor:

  • Zuerst legt man am Erdboden Betonplatten kreisförmig aus, damit das Kaminholz gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt ist.
  • Am Rand des Betonplatten-Kreises werden zwei stabile Holzpfosten in einem Abstand von ca. 50 cm in den Boden eingeschlagen.
  • Nun befestigt man eine Baustahlmatte mit U-Nägeln an einem der beiden Holzpfosten. Anschließend wird die Baustahlmatte um den Betonplattenkreis herumgebogen. Das Ende der Baustahlmatte wird dann an dem anderen Holzpfosten befestigt. Am Boden kann die Baustahlmatte noch mit Stahlhaken gesichert werden.
  • Die beiden Posten bilden den Eingang der Brennholzlege. Dieser Eingang kann mit einer passenden Baustahlmatte verschlossen werden. Diese Methode der Brennholzlagerung hat den Vorteil, dass man das Kaminholz einfach in das Brennholzlager schütten oder werfen kann. Oben sollte das Kaminholz mit einer Plane vor Feuchtigkeit geschützt werden.

Brennholz lagern im Keller

Feuchtes Brennholz sollte auf gar keinem Fall im Keller gelagert werden, da die im Holz gespeicherte Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Es besteht die Gefahr, das das Kaminholz zu schimmeln beginnt. Im ungünstigsten Fall kann es durch den Schimmel zu Gebäudeschäden kommen. Wenn das Holz trocken ist und die Restfeuchte unter 20% liegt, so kann man dennoch im Keller das Brennholz lagern, falls dieser absolut trocken und eine ausreichende Belüftung gewährleistet ist.

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