Badrenovierung – DIY oder Fachmann?

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Mit ein bisschen handwerklichem Geschick lässt sich eine Badrenovierung teilweise selbst vornehmen. Zum Streichen beispielsweise holen sich leidenschaftliche DIY-Menschen in der Regel keinen Maler ins Haus. Auch Schränke können ohne Fachwissen aufgebaut und gegebenenfalls an der Wand befestigt werden. Der Austausch von Armaturen gelingt ebenso, zumindest wenn das richtige Werkzeug vorliegt. Einige Arbeiten, darunter die Verlegung von Wasserleitungen und Fliesen oder der Heizungseinbau, sollte man jedoch besser in die Hände erfahrener Fachleute legen.

Diese Arbeiten sollten ohne Vorkenntnisse an Fachleute abgetreten werden

Verlegen von Fliesen: Die Fliesenverlegung in einem Badezimmer ist nicht einfach. Vor allem, wenn es sich um eine ebenerdige Dusche oder verwinkelte Räumlichkeiten handelt. Es gehört einige Erfahrung dazu, eine gründliche Abdichtung des Untergrundes sowie die Wasserundurchlässigkeit des Fliesenbodens zu erreichen. Die Gefahr ist groß, dass Feuchtigkeit in die Bausubstanz gelangt. Schimmelbildung ist damit garantiert. Dies gilt selbstverständlich auch für Wandfliesen. Ist ein Wasserschaden entstanden, muss mit hohen Folgekosten gerechnet werden. Ein kompetenter Meisterbetrieb weiß worauf es ankommt. Darüber hinaus hat man einen zuverlässigen Partner an der Seite, der von der Beratung und Planung über die Gestaltung bis zur Verlegung alles im Griff hat.

Heizung und Sanitär: In diesen Bereichen ist Selbstständigkeit ebenfalls nicht empfehlenswert. Das Problem fängt bereits beim Werkzeug an. Ist dieses nicht geeignet, können schnell Schäden an den Sanitäreinrichtungen entstehen. Wenn Wasserleitungen nicht richtig verlegt werden, besteht auch in diesem Fall die Gefahr von Feuchtigkeitsschäden, die nach und nach das Mauerwerk zerstören. Wer seine Heizung an das Stromnetz anschließen möchten, ist sogar verpflichtet, einen Fachmann hinzuziehen.

Wann ist DIY möglich?

Badarmaturen: Der Austausch von Armaturen ist nicht kompliziert. Wer selbst Hand anlegt, kann Undichtigkeiten oder Ähnliches sofort beseitigt, da die Anschlüsse sicht- und greifbar sind. Bevor man mit der Tätigkeit beginnt, sollte bereits ein neues Produkt gekauft worden sein. Neben der passenden Größe sind Kriterien wie Wasserverhalten, Freiraum zwischen Auslauf und Keramik sowie Material zu berücksichtigen. Zur Hand haben sollte man eine Rohrzange oder Schraubenschlüssel und ein wenig Fett. Danach geht man wie folgt vor:

  • Erster Schritt ist das Abstellen des Wassers.
  • Danach wird der Wasserhahn der alten Armatur geöffnet, um Restwasser herauszulassen.
  • Nun können die Verschraubungen an den Wasserrohren und dem Hahn selbst geöffnet werden.
  • Nach Entfernung der alten Armatur empfiehlt sich eine gründliche Reinigung der freigelegten Stellen.
  • Zum Schluss wird der neue Wasserhahn befestigt. Es bietet sich an, die Dichtungsgummis mit etwas Silikonfett einzureiben, damit sie nicht spröde werden.

Bevor das Wasser wieder angestellt wird, sollte man den Hahn öffnen, damit die Luft entweichen kann. Läuft das erste Mal Wasser hindurch, werden sämtliche Verschraubungen auf ihre Dichtheit überprüft.

Sanitärobjekte: Zu einer gründlichen Renovierung gehört auch der Austausch alter WCs, Badewannen und Waschbecken. Meist enthalten diese bei der Lieferung das benötigte Anschlussmaterial. Zu ersteren gehört meist eine Polystyrol-Matte, die an der Wand hinter der Toilette angebracht wird. Sie dient der Vermeidung von Schallübertragung beim Wasserablauf. In jedem Fall ist eine Handsäge erforderlich, um die Abflussrohre auf das richtige Maß zu bringen. Sämtliche Gummidichtungen sollten gut eingefettet werden. Dies hilft zum einen beim Einbringen der Rohre, zum anderen bleibt das Gummi elastisch und hält damit deutlich länger. Sowohl bei der Badewanne als auch dem Waschbecken ist eine sorgfältige Verfugung mit Silikon an den Wandseiten erforderlich. Nach der Trocknung prüft man zunächst eingehend, ob die Abdichtung hundertprozentig wasserundurchlässig ist.

Wandbohrungen: Auch, wenn es sich um eine geflieste Wand handelt, sind Bohrungen möglich. Bestenfalls nutzt man die Fugen, um eine Beschädigung der Fliesen zu vermeiden. Wer auf der betreffenden Stellen vorab Klebeband befestigt, kann ein Absplittern der umliegenden Fliesen vermeiden.

Sind die Stellen für die Bohrung markiert, sollte man mit einem Nagel, der leicht mit dem Hammer angeklopft wird, eine kleine Vertiefung in die Fuge schlagen. So wird das Abrutschen des Bohrers vermieden. Wer Malerkrepp auf die Fliesen klebt, kann darauf markieren und gleichzeitig verhindern, dass das Loch einreist.

Ein Steinbohreraufsatz eignet sich am besten für Fliesen, wobei die Schlagfunktion ausgestellt wird. Um ein Splittern auszuschließen, ist der Bohrer korrekt im rechten Winkel anzusetzen. Sanfter Druck und eine geringe Drehzahl sind für ein sauber gebohrtes Loch wichtig. Das spätere Einschalten des Schlages ist möglich, wenn der Bohrer in das Mauerwerk gelangt.

Streichen: Im Gegensatz zu anderen Räumen muss beim Badezimmer, das durch Feuchtigkeit belastet wird, die Farbe besondere Anforderungen erfüllen. Zum einen hat Schimmel dann keine Chance, zum anderen wird dem Entstehen unansehnlichen Wasserflecken vorgebeugt. Normale Dispersionsfarbe reicht nicht aus, besser geeignet ist spezielle Feuchtraumfarbe. Bestimmte Zusätze verhindern die Schimmelbildung, außerdem ist sie scheuerbeständig. So lässt sich eine Wand später problemlos säubern.